Aktuelles

Jahreshauptversammlung:

7. Oktober 2013, 20.00Uhr

Gasthaus zur Sonne, Teningen

Alle Mitglieder sind herzlich eingeladen!

Tagesordung:

  1.  Begrüßung durch die Vorsitzende, Marta Putz
  2. Tätigkeitsbericht des Vorstandes (Veranstaltung, Erweiterung)
  3. Kassenbericht
  4. Planungen
  5. Verschiedenes

 

Erste Mitgliederversammlung am 7. Oktober 2013

Förderverein Hilla von Rebay e.V. Teningen

Die Renovierung hat begonnen:

Stolzer Rückblick auf das im ersten Jahr Erreichte

Am 7. Oktober  fand  satzungsgemäß die erste Ordentliche Mitgliederversammlung des vor einem Jahr gegründeten Vereins  statt. In der Sonne in Teningen konnte die Vorsitzende Marta Putz auch Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker und  die Journalistin Sigrid Faltin begrüßen, die durch Buch und Film („Die Baroness und das Guggenheim“) kräftig die Trommel rührte für Hilla von Rebay. In ihrem Rechenschaftsbericht bedankte sich Marta Putz dafür, dass der Gemeinderat dem Verein auch das Erdgeschoss der „Villa Rebay“zur Nutzung überlassen hat. Da die Erinnerungsstätte eine gemeindliche Einrichtung ist, übernimmt die Gemeinde beim jetzt beginnenden Ausbau die Kosten für den Brandschutz, für den die schon vorhandene Außentreppe weiterverwendet werden kann,  und, wie seither, die laufenden Gebäudekosten. Für diese große Unterstützung bedankte sich die Vorsitzende ebenfalls. Seinerseits übernimmt der Verein als Träger die Kosten für die bestimmungsgemäße Renovierung. Zu deren Umsetzung wurde ein Nutzungskonzept entwickelt, mit Günter Schmidt ein Architekt als Bauleiter gewonnen, ein Bauausschuss gegründet (Bernd Müller, Christina Beck-Nägele, Frank Tänzel), mit Handwerkern Gespräche geführt, um angemessene Angebote zu erhalten, und vor allem erfolgreich Spenden gesammelt. In diesen Zusammenhang gehörte auch der Aufbau eines Museums-Shops. Nach diesen Vorbereitungen konnte Anfang August mit der Renovierung praktisch begonnen werden – in Eigenleistung durch sechs Mitglieder die Entfernung einer Wand, um einen größeren Veranstaltungsraum zu gewinnen. VHS-Kurse, Ausstellungen, Vorträge, Kinovorstellungen  sollen das Rebay-Haus weiterhin zu einem attraktiven  kulturellen Treffpunkt machen. Als nächstes steht die Vergabe der größeren Handwerkerleistungen an.

Neben den Vorbereitungen für die Renovierung lief ein inhaltliches Programm weiter. Große Resonanz fanden die große Doppelausstellung „Hilla von Rebay trifft Geyer zu Lauf“ und die Feier zum 10-jährigen Bestehen des Rebay-Hauses.13 Betreuer wurden dabei für ihren langjährigen Einsatz geehrt. Wichtig bleibt der lebendige Kontakt mit der Realschule, die mit Elisabeth Schott eine Vertreterin entsandt hatte. Neben der Gemeinde dankte die Vorsitzende ihrer rührigen Vorstandschaft, von der jedes Mitglied auf seine Weise zum Gelingen beiträgt.

Bürgermeister Hagenacker beglückwünschte den Verein zu seinem erfolgreichen Start  und dankte für seinen wertvollen Beitrag zum kulturellen Leben in Teningen.FV 131007, Bild, MV, DSCN0056

Bildunterschrift: v.l.n.r. Bernd Müller, Marta Putz, Elisabeth Schott, Brigitte Scheelen, Ulrike Klingberg-Kiefer, Bgm. Heinz-Rudolf Hagenacker, Frank Tänzel, Sigrid Faltin (Bild: Manfred Scherble)

 

Hilla von Rebay

Hilla von Rebay wurde am 31. Mai 1890 in Straßburg geboren. Ihr Geburtsname war Hildegard Anna Augusta Elisabeth Baronin Rebay von Ehrenwiesen.  Sie war Malerin und Gründungsdirektorin der Solomon R. Guggenheim Foundation New York. Sie verhalf der gegenstandslosen Malerei im 20. Jahrhundert zum Durchbruch.

1917 lernte sie den Maler Rudolf Bauer kennen, der sie persönlich und künstlerisch lebenslang stark beeinflusste.

1919 kauften Hillas Eltern in Teningen ein Haus, das  heutige Rebay Haus.

1927 wanderte Hilla nach Amerika aus. Dort lernte sie Solomon R. Guggenheim kennen. Es gelang ihr, ihn für gegenstandslose Kunst zu interessieren. Mit viel Engagement baute sie eine große Sammlung von nicht-gegenständlicher Kunst auf. Von 1937-1952 war sie Gründungsdirektorin der Solomon Guggenheim Foundation
Von Amerika aus unterstützte sie zur Zeit des Nationalsozialismus zahlreiche Künstler in Europa.

Hilla von Rebay starb am 27. September 1967 in Westport, Connecticut, USA.

 

 

Gegenstandslose Malerei

1948 schreibt Hilla von Rebay im Katalog zur Ausstellung Gegenstandslose Malerei in Amerika in der Städtischen Kunsthalle Mannheim und zahlreichen anderen Städten in Deutschland Folgendes:

“Gegenstandslose Malerei bildet keines der uns auf dieser Welt geläufigen Dinge oder Lebewesen ab. Sie will nichts anderes sein als ein schönes, rhythmisch gegliedertes Gebilde aus Farben und Formen, das durch seine Schönheit allein erfreuen soll. Die Proportionen der Leinwand oder des Blattes selbst bestimmen diese Gliederung, die wie ein musikalisches Kunstwerk kontraproduktiven Gesetzen gehorcht. Das Grundmotiv eines Bildes gibt den Ausschlag für seinen Aufbau, der dann dem Gesetz eines eigenen Rhythmus folgt.  Ein solcher Kunst noch ungewohnter Betrachter wird diese Gesetzlichkeit nicht von vornherein erkennen; erst nach längerem Umgang mit diesem Werk wird er im Unterbewußten die Wirkung seiner Schönheit und Vollendung an sich erfahren und seine im Geistigen begründete lebendige Gesetzlichkeit zu verstehen beginnen.

Die gegenstandslose Malerei spricht zu denen, die für reine Schönheit empfänglich sind. Selbst wenn Formen wie Kreis, Viereck oder Dreieck Verwendung finden, Formen, die man in solchen Zusammenhang fälschlich als geometrische bezeichnet, so sind sie hier doch rein künstlerischer Natur. An und für sich betrachtet bestand die reine Form ja schon lange, bevor man etwas von Geometrie wußte, und Geometrie von sich aus war niemals imstande, diese Formen in Kunst zu verwandeln: das ist allein Aufgabe des Künstlers. …

Sicherlich ist es leicht, aus Farben und Formen ein Ornament oder einfaches Muster zu entwerfen; aber wie sich in der Musik eine Sonate durch Melodie, Rhythmus und Kontrapunkt vom einfachen Ton unterscheidet, den jeder anzuschlagen vermag, so ist es auch in der gegenstandslosen Malerei. Nur daß bei ihr, im Gegensatz zur Musik, das Auge als aufnehmendes Organ angesprochen wird. Mag der Betrachter zunächst einfach sein Gefallen am Spiel der Formen empfinden, so wird er allmählich doch dahin gelangen, auch die läuternden und entspannenden Kräfte eines Bildes zu erfahren, dessen Schönheit im Geistigen, nicht im Sinnlichen beruht. …

Vor Tausenden von Jahren gebot uns die Bibel, kein irdisch geschaffenes Bild zu verstehren. Heute endlich besitzen wir die Voraussetzungen, dies Gebot zu erfüllen. Religiös gesinnte Künstler empfanden die innere Verpflichtung als erste; sie verzichteten auf bloße Nachbildung der Natur und suchten dafür nach jener tiefen Konzentration und Selbstdisziplin, die zum Wesen des eigentlich Schöpferischen gehört.”

Ölgemälde

Bei der Ölmalerei ist das Bindemittel für die Farbpigmente Öl (Lein-, Mohn- oder Nussöl). Die Farben lassen sich deckend oder durchscheinend auftragen. Sie können so gesetzt werden, dass sie nicht ineinander laufen. Es lassen sich die weichsten Übergänge zwischen den einzelnen Farben erzielen. Der Malgrund ist eine grundierte Leinwand, die auf einen Keilrahmen gespannt wird. Die Ölfarbe trocknet langsam, das Aussehen der Farbe ändert sich dabei nicht und bleibt lange Zeit unverändert erhalten.

 

Papiercollage

Collage oder auch Klebebild kommt aus dem Französischen “papiers collés”.Aus Papier oder auch anderen Materialien (Stoffresten, Furnieren, Tapeten, zerschnittenen Bilder usw.)  wird ein Bild geklebt. Hilla von Rebay verwendete ausschließlich Papier. Die Technik wurde um 1910/11 von Picasso und Braque im Zusammenhang mit dem Kubismus entwickelt. Als Hilla um 1917 damit anfing, war diese Technik höchst aktuell. Aus Transparentpapier, eingefärbtem Papier, Paketpapier, usw. schnitt sie jedes noch so kleine Detail aus und klebte ihre figurativen Collagen. Die verwendeten Klebstoffe machen heute Probleme. Sie schlagen als braune Flecken durch das Trägerpapier. Diese Collagen sind sehr empfindlich und werden deshalb hinter Glas gezeigt. Wie alle Papierarbeiten müssen sie vor direktem Sonnenlicht, bzw. vor jeder zu hellen Beleuchtung geschützt werden.

Überregionale Aufmerksamkeit für Hilla von Rebay

Passend zu der Aussicht, die Werke Hilla von Rebays und die Erinnerung an ihr Wirken und ihre Bedeutung als Gründungsdirektorin des Guggenheim-Museums in Teningen noch besser darstellen zu können, wurde am 9.11. 2012 im Kunstmuseum Bern die Ausstellung: „Otto Nebel – Maler und Dichter – Zur Unzeit gegeigt“ eröffnet.

Dazu war das Rebay- Haus eingeladen, weil sie, auf Anfrage des Kunstmuseums, zur Ausstellung drei Aquarelle Hilla von Rebays beigesteuert hatte. Im sehr repräsentativen Ausstellungskatalog ist ein Aufsatz enthalten zu der Malergruppe „Die Krater“: Hilla von Rebay, Rudolf Bauer und Otto Nebel, mit Abbildungen der drei Leihgaben aus Teningen – eine davon ist hier zu sehen.

Nach der Ausstellung von Drucken und Fotopostern in der Seniorenresidenz Augustinum Freiburg und lokalen Ausstellungen in kleinem Rahmen (Sparkasse Teningen, Zahnarztpraxis Dr.Haderthauer) ist die Präsenz in Bern die wichtigste nach den großen Ausstellungen in New York, München und Murnau, Berlin und Neuwied zwischen 2005 und 2007.

 

Gründung des Fördervereins

Am 31. Juli 2012 entschlossen sich die Verantwortlichen den Förderverein Hilla von Rebay als eingetragenen Verein zu gründen. Satzungsgemäß gibt er sich den Auftrag, die Erinnerung an Hilla von Rebay zu pflegen und zu fördern. Der Verein verwaltet das Museum als gemeindliche Einrichtung ehrenamtlich. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt.

Spendenaufruf

Für unser Anliegen, das Wissen um das Lebenswerk dieser außerordentlichen Frau: Künstlerin, Museumsgründerin, Kunstmanagerin lebendig zu halten – nicht zuletzt auch wegen des erstaunlichen Bezugs dieses Lebens zu Teningen – brauchen wir Geld, viel Geld: Spender und Sponsoren, um das Bauvorhaben durchführen zu können.

Wir bitten Sie herzlich, uns dabei zu helfen!

Die Gemeinnützigkeit des Förderverein Hilla von Rebay e.V. ist bescheinigt durch das Finanzamt Emmendingen unter dem 20. September 2012, StNr. 05077/50810.

Bei Geldspenden bis zu EUR 100 genügt die Kopie der Banküberweisung als Nachweis gegenüber dem Finanzamt.
Für höhere Spendenbeträge oder Sachleistungen ist der Verein berechtigt,
entsprechende Bestätigungen auszustellen.

Bankverbindungen:
Volksbank Breisgau Nord eG (BLZ 680 920 00 Konto 14825908
IBAN DE57 68092000 0014825908 BIC GENODE61EMM)
Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau (BLZ 680 501 01 Konto 13243548
IBAN DE11680501010013243548 BIC FRSPDE66XXX)

Marta Putz, 1.Vorsitzende, Riedmattenstr. 8, 79279 Vörstetten, Tel.: 07666-3493
Bernd Müller, 2.Vorsitzender, Hachbergerstr.1, 79331 Teningen, Tel.: 07641-47204