Hilla von Rebay

Hilla von Rebay wurde am 31. Mai 1890 in Straßburg geboren. Ihr Geburtsname war Hildegard Anna Augusta Elisabeth Baronin Rebay von Ehrenwiesen.  Sie war Malerin und Gründungsdirektorin der Solomon R. Guggenheim Foundation New York. Sie verhalf der gegenstandslosen Malerei im 20. Jahrhundert zum Durchbruch.

1917 lernte sie den Maler Rudolf Bauer kennen, der sie persönlich und künstlerisch lebenslang stark beeinflusste.

1919 kauften Hillas Eltern in Teningen ein Haus, das  heutige Rebay Haus.

1927 wanderte Hilla nach Amerika aus. Dort lernte sie Solomon R. Guggenheim kennen. Es gelang ihr, ihn für gegenstandslose Kunst zu interessieren. Mit viel Engagement baute sie eine große Sammlung von nicht-gegenständlicher Kunst auf. Von 1937-1952 war sie Gründungsdirektorin der Solomon Guggenheim Foundation
Von Amerika aus unterstützte sie zur Zeit des Nationalsozialismus zahlreiche Künstler in Europa.

Hilla von Rebay starb am 27. September 1967 in Westport, Connecticut, USA.

 

 

Gegenstandslose Malerei

1948 schreibt Hilla von Rebay im Katalog zur Ausstellung Gegenstandslose Malerei in Amerika in der Städtischen Kunsthalle Mannheim und zahlreichen anderen Städten in Deutschland Folgendes:

“Gegenstandslose Malerei bildet keines der uns auf dieser Welt geläufigen Dinge oder Lebewesen ab. Sie will nichts anderes sein als ein schönes, rhythmisch gegliedertes Gebilde aus Farben und Formen, das durch seine Schönheit allein erfreuen soll. Die Proportionen der Leinwand oder des Blattes selbst bestimmen diese Gliederung, die wie ein musikalisches Kunstwerk kontraproduktiven Gesetzen gehorcht. Das Grundmotiv eines Bildes gibt den Ausschlag für seinen Aufbau, der dann dem Gesetz eines eigenen Rhythmus folgt.  Ein solcher Kunst noch ungewohnter Betrachter wird diese Gesetzlichkeit nicht von vornherein erkennen; erst nach längerem Umgang mit diesem Werk wird er im Unterbewußten die Wirkung seiner Schönheit und Vollendung an sich erfahren und seine im Geistigen begründete lebendige Gesetzlichkeit zu verstehen beginnen.

Die gegenstandslose Malerei spricht zu denen, die für reine Schönheit empfänglich sind. Selbst wenn Formen wie Kreis, Viereck oder Dreieck Verwendung finden, Formen, die man in solchen Zusammenhang fälschlich als geometrische bezeichnet, so sind sie hier doch rein künstlerischer Natur. An und für sich betrachtet bestand die reine Form ja schon lange, bevor man etwas von Geometrie wußte, und Geometrie von sich aus war niemals imstande, diese Formen in Kunst zu verwandeln: das ist allein Aufgabe des Künstlers. …

Sicherlich ist es leicht, aus Farben und Formen ein Ornament oder einfaches Muster zu entwerfen; aber wie sich in der Musik eine Sonate durch Melodie, Rhythmus und Kontrapunkt vom einfachen Ton unterscheidet, den jeder anzuschlagen vermag, so ist es auch in der gegenstandslosen Malerei. Nur daß bei ihr, im Gegensatz zur Musik, das Auge als aufnehmendes Organ angesprochen wird. Mag der Betrachter zunächst einfach sein Gefallen am Spiel der Formen empfinden, so wird er allmählich doch dahin gelangen, auch die läuternden und entspannenden Kräfte eines Bildes zu erfahren, dessen Schönheit im Geistigen, nicht im Sinnlichen beruht. …

Vor Tausenden von Jahren gebot uns die Bibel, kein irdisch geschaffenes Bild zu verstehren. Heute endlich besitzen wir die Voraussetzungen, dies Gebot zu erfüllen. Religiös gesinnte Künstler empfanden die innere Verpflichtung als erste; sie verzichteten auf bloße Nachbildung der Natur und suchten dafür nach jener tiefen Konzentration und Selbstdisziplin, die zum Wesen des eigentlich Schöpferischen gehört.”

Ölgemälde

Bei der Ölmalerei ist das Bindemittel für die Farbpigmente Öl (Lein-, Mohn- oder Nussöl). Die Farben lassen sich deckend oder durchscheinend auftragen. Sie können so gesetzt werden, dass sie nicht ineinander laufen. Es lassen sich die weichsten Übergänge zwischen den einzelnen Farben erzielen. Der Malgrund ist eine grundierte Leinwand, die auf einen Keilrahmen gespannt wird. Die Ölfarbe trocknet langsam, das Aussehen der Farbe ändert sich dabei nicht und bleibt lange Zeit unverändert erhalten.

 

Papiercollage

Collage oder auch Klebebild kommt aus dem Französischen “papiers collés”.Aus Papier oder auch anderen Materialien (Stoffresten, Furnieren, Tapeten, zerschnittenen Bilder usw.)  wird ein Bild geklebt. Hilla von Rebay verwendete ausschließlich Papier. Die Technik wurde um 1910/11 von Picasso und Braque im Zusammenhang mit dem Kubismus entwickelt. Als Hilla um 1917 damit anfing, war diese Technik höchst aktuell. Aus Transparentpapier, eingefärbtem Papier, Paketpapier, usw. schnitt sie jedes noch so kleine Detail aus und klebte ihre figurativen Collagen. Die verwendeten Klebstoffe machen heute Probleme. Sie schlagen als braune Flecken durch das Trägerpapier. Diese Collagen sind sehr empfindlich und werden deshalb hinter Glas gezeigt. Wie alle Papierarbeiten müssen sie vor direktem Sonnenlicht, bzw. vor jeder zu hellen Beleuchtung geschützt werden.

Überregionale Aufmerksamkeit für Hilla von Rebay

Passend zu der Aussicht, die Werke Hilla von Rebays und die Erinnerung an ihr Wirken und ihre Bedeutung als Gründungsdirektorin des Guggenheim-Museums in Teningen noch besser darstellen zu können, wurde am 9.11. 2012 im Kunstmuseum Bern die Ausstellung: „Otto Nebel – Maler und Dichter – Zur Unzeit gegeigt“ eröffnet.

Dazu war das Rebay- Haus eingeladen, weil sie, auf Anfrage des Kunstmuseums, zur Ausstellung drei Aquarelle Hilla von Rebays beigesteuert hatte. Im sehr repräsentativen Ausstellungskatalog ist ein Aufsatz enthalten zu der Malergruppe „Die Krater“: Hilla von Rebay, Rudolf Bauer und Otto Nebel, mit Abbildungen der drei Leihgaben aus Teningen – eine davon ist hier zu sehen.

Nach der Ausstellung von Drucken und Fotopostern in der Seniorenresidenz Augustinum Freiburg und lokalen Ausstellungen in kleinem Rahmen (Sparkasse Teningen, Zahnarztpraxis Dr.Haderthauer) ist die Präsenz in Bern die wichtigste nach den großen Ausstellungen in New York, München und Murnau, Berlin und Neuwied zwischen 2005 und 2007.

 

Gründung des Fördervereins

Am 31. Juli 2012 entschlossen sich die Verantwortlichen den Förderverein Hilla von Rebay als eingetragenen Verein zu gründen. Satzungsgemäß gibt er sich den Auftrag, die Erinnerung an Hilla von Rebay zu pflegen und zu fördern. Der Verein verwaltet das Museum als gemeindliche Einrichtung ehrenamtlich. Der Verein ist als gemeinnützig anerkannt.

Spendenaufruf

Für unser Anliegen, das Wissen um das Lebenswerk dieser außerordentlichen Frau: Künstlerin, Museumsgründerin, Kunstmanagerin lebendig zu halten – nicht zuletzt auch wegen des erstaunlichen Bezugs dieses Lebens zu Teningen – brauchen wir Geld, viel Geld: Spender und Sponsoren, um das Bauvorhaben durchführen zu können.

Wir bitten Sie herzlich, uns dabei zu helfen!

Die Gemeinnützigkeit des Förderverein Hilla von Rebay e.V. ist bescheinigt durch das Finanzamt Emmendingen unter dem 20. September 2012, StNr. 05077/50810.

Bei Geldspenden bis zu EUR 100 genügt die Kopie der Banküberweisung als Nachweis gegenüber dem Finanzamt.
Für höhere Spendenbeträge oder Sachleistungen ist der Verein berechtigt,
entsprechende Bestätigungen auszustellen.

Bankverbindungen:
Volksbank Breisgau Nord eG (BLZ 680 920 00 Konto 14825908
IBAN DE57 68092000 0014825908 BIC GENODE61EMM)
Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau (BLZ 680 501 01 Konto 13243548
IBAN DE11680501010013243548 BIC FRSPDE66XXX)

Marta Putz, 1.Vorsitzende, Riedmattenstr. 8, 79279 Vörstetten, Tel.: 07666-3493
Bernd Müller, 2.Vorsitzender, Hachbergerstr.1, 79331 Teningen, Tel.: 07641-47204

Öffnungszeiten

Öffnungszeiten: Sonntags 14 – 17 Uhr.

Nicht geöffnet während der Schulferien: 22. Dezember, 30. Dezember 2012, 10. Februar 2013, 24. März 2013, 31. März 2013, 7. April 2013,19.Mai 2013, 26.Mai 2013

Letzte Öffnung vor den Sommerferien: 21.Juli 2013

Sonderführungen auf Anfrage möglich:
Telefon: 07641 / 58 06 6
Email: info@teningen.de